Service-Tipps

Ratgeber: Mit dem Auto in die Ferien

Wer mit dem Auto in die Ferien fahren möchte, kann jede Menge Stress erleben. Oder mit guter Planung deutlich entspannter ankommen.

Foto: Beim Beladen des Autos sollten schwere Stücke weit nach unten gepackt werden. (Foto: SP-X)

Die Fahrt in den Urlaub mit dem eigenen Auto hat ihre Vorteile, birgt aber auch so manche Tücken. Damit Start und Ankommen in die hoffentlich schönste Zeit des Jahres unproblematisch verlaufen, hier einige Tipps.

Auto zum Check

Im Vorfeld gilt es, dem Fahrzeug ein wenig Aufmerksamkeit zu schenken. Wird es regelmäßig gewartet, ist dies schnell erledigt. Sind Füllstände, Wischerblätter sowie Bremsbeläge in Ordnung und die Batterie leistungsfähig? Wer die letzte Inspektion schon vor langer Zeit absolviert hat, sollte überlegen, das Fahrzeug vor Abfahrt vom Profi checken zu lassen. Viele Kfz-Werkstätten und Autohändlern bieten vor der Urlaubssaison solche Checks zum Festpreis an.

Richtig packen

Mit einem fitten Auto kann dann die persönliche Fitness trainiert werden. Packen steht auf dem Programm. Beim Beladen des Autos sollten schwere Stücke weit nach unten gepackt werden. So bleibt der Schwerpunkt tief und sicherem Kurvenfahren steht nichts im Wege. Bei einem Kombi oder einem SUV ist ein Gepäcknetz ratsam, so dass bei einer Vollbremsung keine Teile als Geschosse mit hoher Verletzungsgefahr für die Insassen durchs Fahrzeug schießen. Natürlich sollte man darauf achten, dass das Warndreieck, Verbandskasten und Warnwesten griffbereit liegen.

Informieren

Nutzt man Dachboxen als zusätzlichen Stauraum, darf die zulässige Dachlast nicht überschritten werden. Im Zweifelsfalle stellt man die Gepäckstücke auf eine Waage, um einen Überblick übers Gewicht zu erhalten. Sind alle Koffer und Taschen verstaut, müssen Reifendruck und Scheinwerfer auf die neue Situation eingestellt werden. Die Werte dazu finden sich in der Betriebsanleitung des Autos.

Vor der Abfahrt sollten alle Versicherungen, Ausweise, eventuell benötigte Plaketten oder Vignetten sowie eine Reiseapotheke griffbereit liegen. Andere Länder, andere (Verkehrs)-Sitten. Wer sich im vorab über die Verkehrsregeln des Urlaubslandes informiert, meidet teure Knöllchen.

Ausweichroute festlegen

Es schadet auch nicht, seine Geografiekenntnisse vor der Abfahrt aufzufrischen und sich nicht nur auf die Rechenkapazität und Aktualität des digitalen Wegefinders zu verlassen. Nicht alle Navigationssysteme finden immer den besten Weg. Und viele Ortsnamen gibt es häufiger. Wer beim Eingeben des Reiseziels schon einmal weiß, wo der Ort tatsächlich liegt, kommt leichter ans Ziel. Für stauträchtige Strecken kann man sich zudem im Vorfeld Ausweichmöglichkeiten überlegen.

Wer seine Urlaubsfahrt nicht unbedingt direkt zum Schulferienstart antreten muss, sollte die schlimmsten Reisetage meiden. Statistisch gesehen sind Dienstag und Mittwoch in der Feriensaison die Reisetage mit der geringsten Verkehrsdichte. Leider können die besten statistischen Werte sowie gute Planung und Informationen über Stauschwerpunkte nicht verhindern, dass man doch in einen Stau gerät. Wer jetzt genügend Essen, Getränke und Spiele an Bord hat, ist klar im Vorteil. Bitte nicht vergessen, im Notfall eine Rettungsgasse zu bilden. Und: Der Standstreifen darf ohne polizeiliche Erlaubnis nicht fürs Weiterkommen genutzt werden.

Pausen einplanen

Sind Kinder an Bord, empfiehlt es sich, diese mit Sonnencreme zu schützen. Außerdem sollten genug Verpflegung, gegebenenfalls Windeln und Babynahrung und das Lieblingsspielzeug der Kleinen im Auto sein. Gegen Langweile während der Fahrt helfen Ratespiele und natürlich auch die Beschäftigung mit Büchern und/oder Tablets. Viele Autos verfügen mittlerweile über USB-Anschlüsse im Fond, sodass der Stromversorgung elektronsicher Medien nichts im Wege steht.

Apropos Kinder: Raucher müssen aufpassen. Wer hier zu Lande gewohnt ist, seinen minderjährigen Nachwuchs im Auto zuzuqualmen, kann dafür in Österreich, Frankreich oder Italien mit empfindlichen Geldstrafen belegt werden. Dann doch lieber regelmäßig Pausen einlegen. Diese tun auch Nichtrauchern gut. Bewegen in der frischen Luft stärkt die Konzentration und beugt Müdigkeit vor. Kaffee oder andere koffeinhaltige Getränke sind dagegen auf Dauer keine guten Muntermacher. Wer spürt, dass die Augenlider schwer werden, sollte unbedingt eine Raststätte ansteuern und versuchen, ein wenig im Auto zu schlafen.

Wer gut vorbereitet und mit ausreichend Zeitpuffer kann so schon von der Abfahrt an Urlaubsgefühle entwickeln. Und so reagiert man auch gelassener, wenn andere Verkehrsteilnehmer hektisch oder unkonzentriert agieren. (SP-X)

Foto: Beim Beladen des Autos sollten schwere Stücke weit nach unten gepackt werden. (Foto: SP-X)